Bio LK im Botanischen Garten

Zu Besuch bei Pflanzen aus aller Welt

Foto aus dem Botanischen Garten
Der Biologie-Leistungskurs 12 vor der im Mittelmeerraum heimischen Steineiche im Botanischen Garten Bonn.

Warum sich die Blätter der Kakteen zu Stacheln entwickelten und wieso einige Pflanzen von Waldbränden profitieren, lernten die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses der Stufe 12 des Are-Gymnasiums, als sie mit ihrer Kursleiterin Barbara Knieps eine Exkursion in den Botanischen Garten in Bonn unternahmen.

Dort führte sie der Biologe Philip Testroet passend zu dem im Unterricht behandelten Thema „Anpassung der Pflanzen an verschiedene Standorte“ durch die Gärten und Gewächshäuser am Poppelsdorfer Schloss.

Er zeigte den Schülerinnen und Schülern raffinierte Anpassungsmechanismen im Pflanzenreich. Diese reichten von den komplexen Fangmethoden Fleisch fressender Pflanzen, über die Tricks der an sehr trockene Standorte angepassten Kakteen, bis hin zu den in waldbrandgefährdeten Gebieten vorkommenden Pflanzen, deren Samen nur durch Feuer keimfähig werden.

Darüber hinaus ging es auch darum, was man von Pflanzen lernen kann.

Diesbezüglich wurde den Schülerinnen und Schülern anschaulich der Lotuseffekt demonstriert, mit dem sich die Wasserpflanze gegen Schmutz und Schädlingsbefall schützt. Diesen Effekt haben sich die Menschen zur Herstellung Wasser abweisender und selbst reinigender Oberflächen abgeschaut.

Besonders beeindruckt war die Gruppe von der Titanenwurz, einer der größten Blumen weltweit, die zugleich eine der bekanntesten Attraktionen des Botanischen Gartens ist.

Diese imposante Pflanze öffnet alle paar Jahre ihre bis zu zweieinhalb Meter große, nach Aas stinkende Blüte nur für ein paar Stunden. Mit diesem speziellen Geruch lockt die Pflanze besonders Aaskäfer und Fliegen zwecks Bestäubung an, und auch tausende Besucher wohnen jedes Mal diesem einzigartigen Ereignis bei. Aber auch von der nicht blühenden Pflanze waren die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses fasziniert.

Und so nahmen sie am Ende der interessanten Führung nicht nur die vielen Eindrücke, sondern auch effizientes Wissen für die nächste Kursarbeit mit.

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