Schüleraustausch

Grundgedanken zum Schüleraustausch

Reisen in andere Länder, das gehört heutzutage nicht mehr zu einer seltnen Urlaubsbeschäftigung vieler unserer Schüler. Befragt man unsere Schüler, so stellt man fest, dass sie bei Urlaubsfahrten mit ihren Eltern sehr weit in der Welt herum kommen.

Aber: Die Begegnung mit den Menschen, der Kultur, dem Landestypischen, dem Alltagsleben des fremden Landes geschieht häufig, wenn überhaupt, nur auf organisierten, flüchtigen Besichtigungstrips vom Hotel aus.

Das ist bei einem Schüleraustausch anders: Unsere Schüler leben für eine Zeit in den Gastfamilien. Sie nehmen bis zu einem gewissen Grad am Alltag in diesen Familien teil. Sie erleben, was die Menschen ärgert, was sie freut, was sie erreichen wollen, wovor sie Angst haben, auf was sie stolz sind, … usw.

Unsere Schüler erleben, welche Rolle ihre gastgebenden Schüler in ihren Familien, in der Schule haben. Sie erfahren, wie wichtig es ist eine gemeinsame Verständigungssprache zu beherrschen.

Der Austausch ist auch ein persönliches Wagnis für den einzelnen Schüler:

  • In welche Familie komme ich?
  • Werde ich mich mit dem Partner verstehen?
  • Wie wird das Essen sein?

Es gehört Mut dazu, sich auf das Unbekannte einzulassen.

Aus schulischer Sicht ist ein Schüleraustausch ein wichtiger Baustein unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit, also unseres Schulprogramms.Bei einem Schüleraustausch wird die emotionale und soziale Kompetenz der Schüler gefördert, interkulturelles Lernen ist das Ziel.

Die Schüler begegnen fremden Menschen einer anderen Kultur und erfahren dabei die Andersartigkeit des Lebens und Arbeitens im Gastland. Sie sollen die wahrnehmbaren kulturellen Unterschiede und Ähnlichkeiten analysieren, verstehen und dabei eigene kulturelle Normen relativieren. Das Erkennen der Andersartigkeit des Fremden ist nur der erste Schritt. Es sollte auch dahin kommen, dass die Unterschiede akzeptiert und respektiert werden. Vielleicht können sich die Schüler die Stärken und Schwächen der anderen Kultur erkennen. Diese Erkenntnisse können das eigene Denken und Handeln bereichern.

Die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien leisten einen wesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung.

Es ist Aufgabe der begleitenden Lehrer die obigen Lernprozesse anzuregen und zu fördern.

Die Schüler müssen angemessen auf die Fahrt vorbereitet werden. Das bedeutet:

  • Schaffung sprachlicher Handlungsfähigkeit durch einen kommunikativenFremdsprachenunterricht, der auf typische Alltagsituationen vorbereitet;
  • Aufbau einer sozialen Handlungskompetenz, die den SchülernBerührungsängste nimmt und sie auf ungewohnte Lebensumstände vorbereitet.
  • Vermittlung von landeskundlichem und kulturellem Wissen über das Gastlandund seine Menschen.

Dieser Katalog klingt sehr hochgesteckt, doch die Erfahrungen zeigen, dass die Schüler bereits vor dem Austausch genug Neugier und Bereitschaft mitbringen, um sich auf Neues einzulassen. Der Besuch im Gastland bringt einen weiteren sehr hohen Motivationsschub, um die obigen Ziel zu erreichen.

Schulpartnerschaften sind ein wichtiger Baustein unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit.

Bei einem Schüleraustausch werden die emotionalen, sozialen und nicht zuletzt die fremdsprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert.

Interkulturelles Lernen ist das Ziel.

Die Schülerinnen und Schüler lernen den Schulalltag, das Leben und Arbeiten im Gastland kennen. Sie lernen die kulturellen Unterschiede zu akzeptieren und zu respektieren und ihre eigene Kultur zu reflektieren.