Mit viel Engagement, Neugier und Tatendrang setzten die Schülerinnen und Schüler des Are-Gymnasiums ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz: Im Rahmen des zweitägigen Clean River Projekts rückten gleich zwei fünfte Klassen – zunächst die 5d, eine Woche später die 5a – dem Plastikmüll entschlossen zu Leibe.
Organisiert wurde das Umweltprojekt von der Initiative „Recycling Roadies“ des Vereins Clean River Project e.V.. Die beiden Projektleiter, Maximilian Doll und Ruth Retterath, schafften es auf beeindruckende Weise, das komplexe Thema Kunststoffe spannend, greifbar und vor allem erlebbar zu machen.
Der erste Projekttag startete mit einem interaktiven Einstieg in die Welt der Kunststoffe: Wo begegnet uns Plastik im Alltag, welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich, und was passiert eigentlich mit dem Müll, den wir achtlos wegwerfen?

Doch es blieb nicht bei grauer Theorie: Die Klassen zogen los ins nahegelegene Gewerbegebiet – bewaffnet mit Müllsäcken, Handschuhen und einer ordentlichen Portion Motivation. In einer 90-minütigen Sammelaktion wurde Plastikmüll aufgespürt, sortiert und dokumentiert. Ein Aha-Erlebnis für viele: Wie viel Müll sich direkt vor der eigenen Schultür ansammelt – und wie viel davon eigentlich vermeidbar wäre.
Am zweiten Projekttag wurde es kreativ: Die Kinder verwandelten gesammelte, gereinigte Kunststoffteile in etwas völlig Neues. Mithilfe von Schredder und Schmelzgerät entstanden bunte Kreisel – kleine Kunstwerke mit großer Botschaft: Müll ist nicht gleich Müll. Wer genau hinsieht, erkennt das Potenzial, Altes in Neues zu verwandeln und Ressourcen bewusst zu nutzen.
„Das Umweltprojekt war wieder ein großer Erfolg“, resümiert Cornelia Schäfers, die das Clean River Projekt ans Are-Gymnasium geholt hat. „Unsere Schülerinnen und Schüler haben nicht nur viel über die Problematik von Plastikmüll gelernt, sondern auch erfahren, dass jeder Einzelne etwas bewirken kann. Ein Projekt mit Vorbildcharakter und ein starkes Statement für eine saubere Zukunft.“
Bildunterschrift: Erfolgreicher Beutezug – die Schülerinnen und Schüler nach dem Müllsammeln (Foto: Hubert Ewers)