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Die Zukunft im Blick: Projektwoche zur Studien- und Berufsorientierung

In der vergangenen Woche fand am Are-Gymnasium die jährliche Projektwoche zur Studien- und Berufsorientierung für die gesamte Jahrgangsstufe 11 statt. Ziel der Woche war es, den Schülerinnen und Schülern fundierte und realitätsnahe Einblicke in mögliche Studien- und Berufswege zu ermöglichen und sie bei ihrer individuellen Zukunftsplanung zu unterstützen. Dabei konnten täglich sie aus unterschiedlichen Modulen und Angeboten auswählen.

Den Auftakt bildete am Dienstag der Zukunftstag, an dem vier Workshops von externen Expertinnen und Experten durchgeführt wurden. Im Workshop „Meine erste Wohnung“ ging es um ganz praktische Fragen rund um Wohnungsbewerbungen, Mietverträge, Nebenkosten und realistische Kostenkalkulationen für den Start in ein eigenständiges Leben. Der Workshop „Finanzen“ knüpfte an vorhandenes Wissen an und vertiefte Themen wie langfristige Budgetplanung, sinnvolle Versicherungen, Sparstrategien und finanzielle Verantwortung im Berufsleben. Im Modul „Steuern“ stand weniger die grundlegende Funktionsweise, sondern vielmehr die konkrete Anwendung im Fokus – etwa die erste Steuererklärung, Steuerklassen oder typische steuerliche Fragestellungen beim Berufseinstieg. Der Workshop „Berufsstart“ beschäftigte sich intensiv mit Bewerbungsprozessen, Auswahlverfahren, Erwartungen von Arbeitgebern sowie mit Rechten und Pflichten in Ausbildung und Studium.

An den anderen Tagen stand die Projektwoche ganz im Zeichen der praktischen Erkundung vor Ort. In verschiedenen Gruppen besuchten die Schülerinnen und Schüler Universitäten, Hochschulen, Institutionen und Unternehmen, um authentische Einblicke in Studiengänge, Berufsfelder und Arbeitsalltage zu erhalten. Eine Gruppe reiste beispielsweise zur Radboud Universität in Nijmegen (Niederlande), wo internationale Studiengänge vorgestellt und Unterschiede zwischen dem deutschen und niederländischen Hochschulsystem thematisiert wurden. Weitere Gruppen informierten sich an der Universität Bonn, am RheinAhrCampus Remagen sowie an der RWTH Aachen, wo insbesondere technische und naturwissenschaftliche Studienmöglichkeiten im Fokus standen.

Darüber hinaus fanden Besuche bei regionalen und überregionalen Unternehmen statt. Beim Deutschen Roten Kreuz und der Polizei Ahrweiler erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in soziale, medizinische und sicherheitsrelevante Berufsfelder. Die Firma Klaes, ein international tätiges Softwareunternehmen, stellte ihre spezialisierten digitalen Lösungen sowie Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im IT-Bereich vor. Ergänzt wurde das Angebot durch den Besuch bei AIFS, einer Organisation, die Auslandsaufenthalte wie Schüleraustauschprogramme, Au-pair-Aufenthalte und Auslandsstudien vermittelt und damit weitere Perspektiven nach dem Schulabschluss aufzeigte. Auch die Kreissparkasse Ahrweiler sowie weitere Betriebe öffneten ihre Türen und informierten über Ausbildungswege, duale Studiengänge und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Projektwoche ist eingebettet in ein umfassendes schulisches Konzept zur Studien- und Berufsorientierung, das insbesondere in der Jahrgangsstufe 11 einen besonderen Schwerpunkt setzt und die Schülerinnen und Schüler systematisch und nachhaltig bei der Berufs- und Studienwahl begleitet.