Münster/Düsseldorf. Als Versicherer der Regionen ist die Provinzial stark von den Zerstörungen, die das Sturmtief „Bernd“ angerichtet hat, betroffen. Für den Versicherer ist „Bernd“ mit rund 40.000 gemeldeten Schäden in Höhe von bisher 1,3 Mrd. Euro das größte und teuerste Schadenereignis in der Unternehmensgeschichte.

Neben der Schadenabwicklung und der Einrichtung einer internen Helferbörse, hat der Provinzial Konzern bei seiner Belegschaft auch zu Geldspenden aufgerufen. Insgesamt ist mit Unterstützung der gemeinnützigen ‚Provinzialer helfen‘-Vereine ein Betrag in Höhe von 635.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld werden nun einzelne Projekte und Aufbauarbeiten gefördert, da man sich entschieden hat, das Geld nicht in einer Summe an eine Einrichtung / Organisation zu geben, sondern – wie bei der Provinzial üblich – an Projekte in den Regionen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst können die Empfänger vorschlagen. Denn oftmals wissen sie aufgrund persönlicher Kontakte am besten, wo Hilfe benötig wird. Ein eigens eingerichtetes Spendenkommitee bewertet und prüft die Anträge im Anschluss.

Sylvia Ruckes, Mitarbeiterin der Provinzial Rheinland im Bereich Institutionen, ist selbst an der Ahr geboren und hat nach wie vor eine große Verbundenheit zu ihrer Ahrtal-Heimat, zumal ihre Familie ebenfalls stark von „Bernd“ getroffen wurde. Sie hat insgesamt fünf Anträge für Fördervereine der örtlichen Schulen und Kindergärten gestellt, die allesamt genehmigt wurden.

Jeweils 10.000 Euro fließen jetzt an die Fördervereine der Aloisius Grundschule Ahrweiler, der Kita St. Laurentius Ahrweiler, der Grundschule Altenburg in Ahrweiler, der Grundschule St. Martin in Dernau und dem Förderverein des Are-Gymnasiums in Bad Neuenahr. Die Spenden sind zweckgebunden und werden unter anderem für den Wiederaufbau der Einrichtungen, Spielgeräte Lern- und Spielmaterialien oder Ausflüge der Kinder genutzt.

Der Förderverein Erdenbrink & Rheinhardt des Are-Gymnasium beispielweise möchte es den betroffenen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, etwas Schönes zu erleben und dem im Ahrtal omnipräsenten Alltag der Nachwirkungen der Flutkatastrophe etwas Positives und Lebenswertes entgegensetzen. „Es gilt nun, wieder Optimismus und Lebensfreude zu vermitteln,“ sagt Schulleiter Heribert Schieler. „Ob Tagesausflüge in ein Naherholungsgebiet, Museumsbesuche, ein Kunstworkshop oder eine mehrtägige Klassenfahrt, es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Diese Projekte können nun dank der großzügigen Spende der Provinzial-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und unbürokratisch verwirklicht werden,“ so Schieler weiter.


„Für mich ist es selbstverständlich, zu helfen wo immer es nur geht. Die Kinder sind die Zukunft des Ahrtals und sollen möglichst schnell wieder ein positives Bild von Ihrer Heimat bekommen,“ erwidert Sylvia Ruckes. „Ich kenne das Ahrtal in- und auswendig, habe viele Freunde dort, deren Kinder die Einrichtungen besuchen, daher freue ich mich sehr über die Fördermittel.“