Drei Tage lang hieß es für die Schülerinnen und Schüler der drei Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 11 des Are-Gymnasiums: raus aus dem Klassenraum und hinein in die Natur! Beim Ökologiepraktikum im Naturzentrum Nettersheim konnten sie die Arbeit eines Biologen direkt nachvollziehen.
Das Programm war praxisorientiert und beschäftigte sich intensiv mit verschiedenen Methoden der Gewässergütebestimmung. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sich die ökologische Qualität eines Gewässers anhand unterschiedlicher Untersuchungsverfahren beurteilen lässt.
Ein Schwerpunkt lag auf der Bestimmung der Gewässergüte mithilfe des Saprobienindex. Hierbei untersuchten die Jugendlichen die im Gewässer vorkommenden Organismen und erfuhren, welche Rückschlüsse sich aus ihrer Zusammensetzung auf die Belastung und den ökologischen Zustand des Gewässers ziehen lassen. Ein weiterer Seminarteil widmete sich der Gewässerstrukturanalyse entlang der Urft. Dabei standen die Beschaffenheit des Gewässerbettes, die Uferbereiche und die natürliche Struktur des Flusslaufs im Mittelpunkt. Ergänzend dazu führten die Schülerinnen und Schüler physikalisch-chemische Gewässeranalysen durch. So konnten sie verschiedene Messwerte erfassen und deren Bedeutung für die Gewässerqualität kennenlernen.
Dabei wurde ständig dem Wasser getrotzt, von oben, wie von unten. Auch Sturmtief Luise konnte die Freilandökologen nicht aufhalten.
Neben der Gewässerökologie stand ein weiterer spannender Themenbereich auf dem Programm: die Paläontologie. Während einige ihre Augen kaum vom großen Korallenaquarium abwenden konnten, wurden die guten Augen vieler anderer bei der Suche der Fossilien belohnt. Die Sammelleidenschaft einiger Schülerinnen und Schüler hätte zum Aufbau eines eigenen Museums gereicht. Es folgte die Veredelung der gesammelten Schätze, die vielfach als Souvenir dieser intensiven Praktikumszeit mit nach Hause genommen wurden.
Für die Schülerinnen und Schüler war das Praktikum eine besondere Gelegenheit, naturwissenschaftliches Arbeiten intensiv zu erleben. So viel praktisches Arbeiten an mehreren Tagen hintereinander ist im normalen Schulalltag nur selten möglich. Umso wertvoller war es, die im Unterricht erworbenen Kenntnisse endlich draußen in der Natur anzuwenden, eigene Beobachtungen zu machen und Zusammenhänge selbstständig zu untersuchen.
Geleitet wurden die Seminare von Biologinnen und Biologen Wolfgang Düx, Roswita Hubbertz und Jessica Kühn, denen ein herzlicher Dank für die abwechslungsreiche Gestaltung und die fachkundige Betreuung gilt.





